Ratgeber Autozubehör und -pflege

An warmen Sommertagen können die Temperaturen in einem in der Sonne geparkten Auto extrem hoch werden. In diesem Zusammenhang stellt sich immer wieder die Frage: Ist Autofahren bei offenem Fenster oder mit Klimaanlage besser? Grundsätzlich ist es eine Frage der persönlichen Vorliebe, ob Sie sich den Wind um die Nase wehen lassen möchten oder den Innenraum Ihres Autos auf eine gemäßigte Temperatur herunterkühlen. Dennoch gibt es für beide Alternativen Argumente.

 

Autohersteller empfehlen vor dem Start mit einem von der Sonne aufgeheizten Auto eine Kombination aus geöffnetem Fenster und Klimaanlage. Eine schnelle Abkühlung erhalten Sie, wenn Sie vor dem Start zunächst die Fenster öffnen, um die aufgestaute Wärme entweichen zu lassen. Gleich nach dem Starten des Motors sollten Sie die Klimaanlage einschalten, damit sie gleich beginnt, die Innenraumtemperatur des Autos zu senken. Da dieser Vorgang einige Zeit in Anspruch nehmen kann, ist es ratsam, die ersten Kilometer noch mit geöffneten Fenstern zurückzulegen, bis die Wirkung der Klimaanlage spürbar ist.

 

Manche Autofahrer fahren ungern mit geöffneten Fenstern, da der Fahrtwind im Innenraum des Autos kräftig umherwirbeln kann. Der seitlich einströmende Fahrtwind kann zu Muskelverspannungen im Bereich des Nackens und der Schulter führen. Eine herkömmliche Klimaanlage reduziert die Temperatur im Auto zunächst nur auf der höchsten Gebläsestufe, die ebenfalls starke Zugluft verursacht. Ideal ist die Wirkung einer Klimaautomatik, die zu jeder Jahreszeit die voreingestellte Temperatur im Auto erzeugt, auch an heißen Sommertagen innerhalb kurzer Zeit für angenehme Kühle sorgt und im Winter gegen beschlagene Scheiben hilft.

Auto überbrücken – nur mit identischer Batteriespannung

Oft reicht es aus, wenn die Batterie Starthilfe durch die kräftige Batterie eines anderen Autos erhält. Dazu müssen beide Fahrzeuge so nebeneinander oder gegenüber geparkt sein, damit die Länge des Starthilfekabels ausreicht, um beide Batterien miteinander zu verbinden. Achten Sie aber darauf, dass sich die Karosserien nicht berühren. Um ohne ein Schadensrisiko Starthilfe leisten zu können, müssen beide Batterien dieselbe Spannung haben. Die Stromnetze in modernen PKW haben eine Spannung von 12 Volt, ein Oldtimer kann eine 6 Volt starke Batterie haben und ein Transporter oder LKW hat unter Umständen ein Bordnetz mit einer höheren Spannung. Vergewissern Sie sich zunächst, ob die Batteriespannungen identisch sind, bevor Sie ein Auto überbrücken.

 

Auto überbrücken – auf die Reihenfolge kommt es an

Vor dem Anschluss des Starthilfekabels sind beide Motoren ausgeschaltet. Nun klemmen Sie zunächst das rote Kabel an den Pluspol der leeren Batterie an und danach an den Pluspol der Spenderbatterie. Den Pluspol erkennen Sie an einer roten Abdeckung oder dem Symbol "+". Der Anschluss des schwarzen Kabels erfolgt in umgekehrter Reihenfolge zunächst am Minuspol der Spenderbatterie und danach am Minuspol der leeren Autobatterie. Die Minuspole der Batterien haben schwarze Abdeckungen und das Symbol "-". Sind beide Batterien miteinander verbunden, wird der Motor des Spenderautos gestartet. Erst danach lassen Sie den Motor des Autos mit der leeren Batterie an. Achten Sie darauf, dass keine weiteren Stromverbraucher eingeschaltet sind. Der Startversuch sollte höchstens 15 Sekunden dauern. Springt der Motor in dieser Zeit nicht an, versuchen Sie es nach einer kurzen Pause erneut. Nach geglücktem Start sollten beide Motoren etwa fünf Minuten lang eingeschaltet bleiben. Schalten Sie dabei am Empfängerauto einige Stromverbraucher ein, um Spannungsspitzen zu vermeiden.

 

Auto überbrücken und Kabel richtig lösen

Entfernen Sie bei laufendem Motor zunächst das schwarze Kabel von beiden Batterien, schalten Sie die Stromverbraucher im Empfängerauto wieder aus und lösen dann das rote Kabel. Eine Reihenfolge der Batterien müssen Sie beim Lösen nicht beachten.

Der Winter ist für Autofahrer und für Autos eine schwere Zeit, denn Schnee und Eis sorgen für zugefrorene Scheiben, angefrorene Türdichtungen oder unzugängliche Schlösser. Doch einige nützliche Hilfsmittel können Sie vor den Tücken der kalten und nassen Jahreszeit schützen.

 

Das wichtigste Winterzubehör fürs Auto sind Hilfsmittel, mit denen Sie die Scheiben enteisen und beschlagene Autoscheiben reinigen können. Dazu zählen:

  • Eiskratzer
  • Enteiserspray
  • Antibeschlagtuch oder Lederschwamm
  • weicher Handfeger, um Schnee abzufegen
  • warme Handschuhe
  • Frostschutz für die Scheibenwaschanlage 


Vereiste Türschlösser können Ihnen den Zugang zum Auto oder zum Kofferraum verwehren. Daher sollten Sie stets eine kleine Flasche Türschlossenteiser in der Jackentasche haben. Wenn Sie einen kleinen Kanister im Auto haben, in dem sich mit Frostschutz gemischtes Wasser befindet, haben Sie jederzeit die Möglichkeit, Ihre Scheibenwaschanlage aufzufüllen. Befinden sich Thermofolien zum Abdecken der Scheiben im Auto, können Sie das Zufrieren vermeiden.

 

Glühlampen und Sicherungen sind im Winter besonders beansprucht

Glühlampen und Sicherungen leiden unter der Kälte und Feuchtigkeit im Winter. Daher sollten Sie stets eine Auswahl der wichtigsten Glühlampen und Sicherungen bei sich haben. Der Fachhandel bietet praktische Sets in stabilen Kunststoffboxen an, die einen festen Platz im Handschuhfach haben sollten.

 

Starthilfekabel, ein wichtiges Winterzubehör fürs Auto

Wenn die Batterie im Winter schwach wird, kann ein Starthilfekabel der Retter in der Not sein. Sicher findet sich ein netter Nachbar oder Arbeitskollege, der Ihnen mit seinem Auto Starthilfe gibt. Bei der Verwendung sollten Sie jedoch unbedingt auf die richtige Anschluss-Reihenfolge achten und zuerst die Pluspole beginnend mit der leeren Batterie und dann die Minuspole, zunächst beim Starthelfer, verbinden.

 

Winterzubehör fürs Auto für schwierige Situationen

So manches Winterzubehör fürs Auto hilft Ihnen in außergewöhnlichen Situationen, wenn Sie zum Beispiel lange in einem Stau stehen oder Ihr Auto völlig eingeschneit ist. Daher sollten Sie in Ihrem Auto auch folgende Dinge aufbewahren:

  • Kehrblech
  • kleine warme Wolldecke
  • Schneeketten für Fahrten in schneereichen Gebieten
  • Kunststoffmatten zum Anfahren auf vereisten Untergründen

Diese Utensilien können Sie dazu verwenden:

  • Insektenreiniger
  • großen Schwamm
  • Einen Putzeimer mit klarem Wasser (auch bei der Reinigung an der Tankstelle hilfreich)
  • Glasreiniger für das Finish
  • Ein trockenes und sauberes Tuch zum Polieren der Glasflächen


Vor der Autowäsche:

Idealerweise reinigen Sie Ihre Frontscheibe vor einer regulären Autowäsche. So stellen Sie sicher, dass nach dem Trocknungsvorgang auch alle Überreste der zum Teil recht aggressiven Insektenreiniger weggewaschen sind. Den Gummidichtungen von Fenstern und Türen verspricht das ein längeres Autoleben.

 

Den richtigen Reiniger verwenden:

Für die gründliche Entfernung von Staub und Insekten benötigen Sie den optimalen Reiniger, der auf die Zusammensetzung des Schmutzfilms auf der Windschutzscheibe abgestimmt ist. Staub im Straßenverkehr besteht zu großen Teilen aus Ruß, Insekten enthalten viel Eiweiß. Es gibt Sprühreiniger, die genau diese Stoffe auflösen.

 

Anwendung nach Plan:

Lassen Sie den Reiniger so einwirken, wie es auf der Rückseite der Flasche oder in der Packungsbeilage beschrieben ist – nicht zu kurz, nicht zu lang und auf keinen Fall antrocknen lassen.

 

Wenn sich die ersten Schmutzpartikel zu lösen beginnen, können Sie mit einem grobporigen Schwamm nachhelfen. Die weichen aber großen Lamellen des Schwamms nehmen Partikel auf, ohne die Oberfläche zu zerkratzen.

 

Falls nötig, können Sie hartnäckige Verschmutzungen auch mechanisch entfernen. Eiskratzer eignen sich hierfür hervorragend. Allerdings ist etwas Fingerfertigkeit gefragt, um die Windschutzscheibe nicht zu zerkratzen. Gehen Sie vorsichtig vor.

 

Um die Sicht perfekt zu machen, können Sie die Glasflächen Ihres Autos nun rundum mit Glasreiniger einsprühen und die Scheiben mit einem trockenen Tuch blank polieren.

Fast wie bei der Insektenentfernung brauchen Sie diese Utensilien:

  • Einen großen Schwamm (offenporig)
  • Einen Putzeimer mit klarem Wasser (auch bei der Reinigung an der Tankstelle hilfreich)
  • Glasreiniger für das Finish
  • Ein trockenes und sauberes Tuch zum Polieren der Glasflächen


Im Normalfall benötigen Sie, anders als bei der Insektenentfernung, lediglich einen ganzen Schwung klares Wasser.

 

Ist der Fleck noch frisch, können Sie mit einem grobporigen Schwamm Wasser direkt über dem Vogelkot auswringen. Lassen Sie das Wasser kurz einwirken. Mit relativ starkem Druck und beiden Händen führen Sie nun den Schwamm in einer Richtung von der Fahrzeugmitte zu den A-Säulen.

 

Bleiben noch Rückstände, wiederholen Sie den Vorgang mit gespültem Schwamm.

 

Lassen Sie die betroffene Stelle nun trocknen. So können Sie sehen, ob noch Schlieren – also mikrofeine Schmutzpartikel – vorhanden sind. Anschließend reinigen Sie Ihre Scheiben mit herkömmlichem Glasreiniger aus der Drogerie und polieren die Glasflächen mit einem trockenen, sauberen Tuch nach. Sämtliche Rückstände sollten nun für eine freie Sicht entfernt sein.

Als Erstes muss das ganze Fahrzeug nass gemacht werden. Idealerweise erledigen Sie das an Tankstellen oder Waschstraßen mit separater Waschbox, da hier ein Ölabscheider für den Umweltschutz sorgt.

 

Gleich nach der Nassdusche können Sie die stark verschmutzten und hart angetrockneten Stellen mit einer alten Tageszeitung abdecken. Das Papier saugt sich mit Wasser voll und hält die Feuchtigkeit auf dem Auto. So bleibt ein längerer Zeitraum zum Einweichen, sämtliche wasserlöslichen Partikel lassen sich im Nu einfach wegspülen.

 

Kokosschwämme eignen sich besonders gut für die Entfernung von gröberen Schmutzpartikeln. Die weichen aber nicht zu nachgiebigen Kokosfasern nehmen Dreck auf, ohne zu stark zu kratzen. Doch Obacht: Bitte nur auf Glasscheiben anwenden. Autolacke sind weitaus empfindlicher und können bei zu starkem Druck mit dem Kokosschwamm zerkratzen.

 

Nachdem der grobe Dreck entfernt und Staub weggespült ist, bleiben sie oft als schmierige Überbleibsel auf dem Lack der Kotflügel haften: schwarze Teerklumpen. Diese Bruchstücke stammen von alten Reifenablagerungen auf dem Asphalt und bleiben scheinbar unlösbar auf dem Lack kleben. Doch es gibt einen einfachen Trick: Mit etwas Butter können Sie die Klumpen ablösen und einfach entfernen.

Ein Auto, mit dem Sie im Winter regelmäßig fahren, ist monatelang ständig Feuchtigkeit, Kälte, Schnee und Eis ausgesetzt. Darunter leiden Dichtungen, Leitungen, Technik und Elektronik. Auch die Polster und Teppiche im Innenraum ziehen die Feuchtigkeit an, sodass sich in schlimmen Fällen sogar Schimmel bilden kann. Streusalz und Split greifen den Unterboden, den Lack und die Kunststoffverkleidungen an. Um auf Dauer ernsthafte Schäden zu vermeiden, sollten Sie nach dem Winter unbedingt einen Frühjahrscheck fürs Auto durchführen. 

Der erste Schritt beim Frühjahrscheck fürs Auto ist eine gründliche Reinigung der Karosserie und des Innenraums. Spülen Sie bei der Autowäsche den groben Winterschmutz großzügig mit Wasser ab, damit bei der gründlichen Reinigung keine Schmutzpartikel den Lack verkratzen. Pflegen Sie den Lack mit einer Politur und die Kunststoffelemente der Karosserie mit einem Kunststoffpflegemittel. In der Waschanlage sollten Sie eine Unterbodenreinigung und eine professionelle Motorwäsche durchführen lassen. Lüften Sie bei schönem Wetter den Innenraum des Autos, nehmen Sie die Fußmatten heraus und achten Sie darauf, dass feuchte Bereiche gut trocknen, bevor Sie den Innenraum und die Scheiben gründlich reinigen.

 

Darauf sollten Sie besonders achten

Ist der Lack durch Streusalz und Split beschädigt, sollten Sie die Schäden schnell beheben lassen, um mögliche Rostbildung zu verhindern. Achten Sie auch auf die Tür- und Fensterdichtungen sowie die Scheibenwischerblätter. Poröse Tür- und Fensterdichtungen sollten Sie ebenso austauschen wie Scheibenwischerblätter, die bei Regen keine klare Sicht mehr gewährleisten. Überprüfen Sie auch, ob die Fahrzeugbeleuchtung und die Hupe funktionstüchtig sind. Sobald die Frostgefahr vorüber ist, sollten Sie Ihre Sommerreifen aufziehen. Prüfen Sie jedoch zunächst, ob die Profiltiefe noch mindestens vier Millimeter beträgt.

 

Professioneller Frühjahrscheck fürs Auto in der Werkstatt

Zur Überprüfung der technischen Einrichtungen Ihres Autos bieten Fachwerkstätten Ihnen professionelle Unterstützung an. Dabei kontrollieren Werkstätten:

  • Bremsflüssigkeit und Bremsbeläge
  • Kühlflüssigkeit und Frostschutz
  • Motorölstand
  • Luftfilter
  • Batteriestatus
  • Keilriemen
  • Scheibenwaschanlage
  • Türschlösser und Dichtungen
  • elektrische Anlage
  • Abgasanlage
  • Räder und Radaufhängungen

Nach der professionellen Frühjahrsinspektion können Sie sich mit Ihrem Auto wieder rundum sicher fühlen.

Der Sommer ist die Jahreszeit, in der das Autofahren besondere Freude bereitet. Urlaubsreisen, Kurzreisen und Ausflüge tragen dazu bei, dass viele Autofahrer im Sommer deutlich mehr Kilometer zurücklegen, als in den übrigen Jahreszeiten. Das sollten Sie auch bei der Autopflege im Sommer berücksichtigen und den Motorölstand, Reifendruck sowie das Wasser in der Scheibenwaschanlage regelmäßig kontrollieren.

Wegen der Belastung durch Pollen, Staub und angetrocknete Insekten benötigt der Lack im Sommer eine regelmäßige Reinigung und intensive Pflege. Wichtig bei der Autowäsche im Sommer ist, dass Sie Blütenpollen und Staub vor der Wäsche mit dem Schwamm zunächst mit viel Wasser vom Lack und von den Scheiben abspülen, um nicht den Schmutz zu verreiben und dabei Kratzer zu verursachen. Auch vor der Fahrt durch die Waschanlage sollte daher die Karosserie zunächst mit einem Hochdruckreiniger gründlich abgespült werden. Gegen hartnäckigen Insektenschmutz helfen spezielle Insektenentferner, die Sie auf den Lack auftragen und kurz einziehen lassen, damit sich die Verschmutzungen lösen. Keinesfalls sollten Sie für die Lack- und Scheibenreinigung einen kratzigen Insektenschwamm verwenden. Eine gute Lackpolitur schützt den Lack vor Beschädigungen und erleichtert die spätere Entfernung der Verschmutzungen.

 

Zur Autopflege im Sommer gehört auch der richtige Scheibenreiniger. Anders als im Winter benötigt die Scheibenwaschanlage im Sommer einen Reinigungszusatz, der gegen hartnäckige Verschmutzungen wirkt. Tauschen Sie daher vor dem Sommer das Wasser der Scheibenwaschanlage aus und fügen Sie dem Wasser einen Sommerreiniger zu.

Luft und Flüssigkeiten dehnen sich bei Hitze aus. Dadurch erhöht sich auch der Druck in den Reifen. In der warmen Jahreszeit sollten Sie den Reifendruck häufiger kontrollieren und insbesondere auf Reisen der Beladung des Autos anpassen. Wegen des erhöhten Reifendrucks kommt es gerade im Sommer häufig zu Reifenpannen. Zudem dehnt sich das Benzin bei hohen Temperaturen aus und kann den Kraftstofftank beschädigen. Füllen Sie den Tank daher bei großer Hitze nicht vollständig, sondern lassen Sie etwas Freiraum für die Ausdehnung.

Kunststoffe und Polster leiden unter starker Sonneneinstrahlung. Die Polster können ausbleichen und Kunststoffe spröde werden. Mit einem Sonnenschutz, den Sie an warmen Tagen auf die Windschutzscheibe klemmen, sorgen Sie für Schatten im Auto und reduzieren gleichzeitig die Aufheizung.

Autos sind das ganze Jahr über den Einflüssen von Witterung, Straßenverschmutzungen und Umweltbelastungen ausgesetzt. Extreme Anforderungen für Lack, Motor, Reifen und die empfindliche Elektronik bringt der Winter mit sich. Daher ist die Autopflege im Winter von besonderer Bedeutung.

Der Schutz des Autos vor den Belastungen des Winters sowie die Gewährleistung Ihrer Sicherheit beginnen bereits im Herbst. Oft überrascht der erste Frost Sie unerwartet früh. Daher sollten Sie spätestens im Oktober Ihr Auto mit folgenden Schritten für den Winter vorbereiten:

  • Winterreifen 
  • Beleuchtung 
  • gründliche Reinigung von Lack
  • Lackschäden ausbessern
  • Hartwachs auf den Lack 
  • Kühlerfrostschutz kontrollieren und für eine Mindesttemperatur von – 25 Grad Celsius 
  • Frostschutzmittel in die Scheibenwaschanlage 
  • Scheibenwischerblätter kontrollieren und bei Bedarf austauschen
  • Dichtungen von Türen und Heckklappe mit Silikon oder Hirschtalg einreiben

Die niedrigen Temperaturen im Winter verlangen der Batterie besondere Leistungen ab, denn das Motoröl ist aufgrund der Kälte zähflüssiger und verteilt sich daher langsamer. Der Motor springt dadurch schlechter an und erfordert eine höhere Batterieleistung. Eine ältere Batterie sollten Sie sicherheitshalber vor dem Wintereinbruch austauschen.

Schnee, Matsch, hartnäckige Verschmutzungen und das Streusalz stellen eine besondere Belastung für den Lack Ihres Autos dar. Während moderne Lacke und intakte Lackschichten diesen Angriffen widerstehen können, ist die Belastung für den Unterboden, den Bereich der Radkästen und die Technik des Autos besonders groß. Daher gehört trotz der kühlen Temperaturen die regelmäßige Autowäsche zur notwendigen Autopflege im Winter. Die Wäsche sollten Sie im Winter ausschließlich in einer Waschanlage durchführen, um die Heißlufttrocknung zu nutzen. Bei der Trocknung mit Heißluft wird das Wasser aus den empfindlichen Bereichen des Autos, insbesondere von den Bremsen und den Türschlössern entfernt und die Gefahr reduziert, dass Bremsen, Schlösser und andere bewegliche Teile einfrieren.

 

Nutzen Sie in der Waschanlage die Unterbodenwäsche, denn der Unterboden ist den Belastungen durch Schmutz und Salz besonders stark ausgesetzt. Vor der Wäsche sollten Sie groben Schmutz, Vereisungen und Streusalz mit einem Hochdruckreiniger entfernen. So vermeiden Sie die Bildung von Kratzern durch Schmutzablagerungen.

Autobesitzer fragen sich häufig, was sie gegen Geräusche an der Autoscheibe tun können. Sie fühlen sich durch extreme Windgeräusche, insbesondere bei hohen Geschwindigkeiten sowie Knacken, Knarzen oder Quietschen aus dem Bereich der Windschutzscheibe gestört. Diese Geräuschentwicklungen treten sowohl bei neuen als auch bei älteren Fahrzeugen und sehr häufig nach einem Wechsel der Scheibe auf. Die Geräusche haben meist nur eine einfache Ursache, die mit wenigen Handgriffen behoben werden kann.

Autofahrer beklagen gelegentlich, dass die Windschutzscheibe bei schnellem Fahren pfeift. Doch nicht immer werden die Windgeräusche durch die Windschutzscheibe selbst verursacht. Mögliche Gründe für die Windgeräusche können

  • Zierleisten am Rand der Windschutzscheibe,
  • Zierleisten im vorderen Bereich des Daches,
  • die Dachreling,
  • lose Dichtungen oder
  • Öffnungen zwischen Leisten und der Karosserie


sein. Öffnungen zwischen den Leisten und der Karosserie entstehen, wenn die Leisten nicht gleichmäßig befestigt sind. In diesem Fall sollten Sie in der Vertragswerkstatt um Abhilfe bitten. Eine Öffnung zwischen Leisten und Karosserie kann aber auch durch die Bauart des Fahrzeugs bedingt sein. Das störende Geräusch können Sie bekämpfen, indem Sie die Öffnungen mit Dichtungsmasse verschließen lassen. 

Sofern die Dichtungen der Scheibe beschädigt sind, besteht auch das Risiko, dass Feuchtigkeit in das Fahrzeug eindringen kann. Sie sollten daher unbedingt die undichten Stellen ausbessern lassen. Da die Windschutzscheibe Teil der gesamten Karosserie ist, trägt eine zuverlässige Verklebung zur Fahrzeugstabilität bei. Sofern sich keine undichten Stellen ermitteln lassen, kann die gesamte Windschutzscheibe entfernt und anschließend mit einer ausreichenden Menge an Dichtungsmasse wieder neu eingeklebt werden. 

Andere Ursachen sind verantwortlich, wenn die Windschutzscheibe knackende oder quietschende Geräusche verursacht. Quietschende Geräusche treten besonders oft bei kühlen Temperaturen auf und legen sich wieder, sobald es wärmer wird. Durch die Kälte versteift sich das Dichtungsmaterial und das führt zu dem Geräusch. Grund für eine quietschende Windschutzscheibe bei einem Neufahrzeug kann auch die frische Dichtungsmasse sein, mit der die Scheibe eingeklebt ist. Mit der Zeit härtet das Material aus, sodass dieses Geräusch von allein nachlässt. Knacken oder Knarzen der Windschutzscheibe kann auf Leisten zurückzuführen sein, die zu fest oder ungleichmäßig angebracht sind. 

Wenn die Scheibenwischer-Sicherung an der Windschutzscheibe durchbrennt, kann das verschiedene Ursachen haben. Defekte Sicherungen sind ein Indiz für Fehlerstrom, der durch einen Kurzschluss verursacht wird. Damit unterbricht die Sicherung den Kontakt und schützt so vor weiteren Schäden. Brennt die Sicherung für die Scheibenwischer der Windschutzscheibe durch, muss es also an anderer Stelle eine Ursache geben, die einen Fehlerstrom hervorruft.

Bei älteren Fahrzeugen fährt das Schiebedach über eine manuelle Handkurbel ein und aus, bei neueren Modellen wird die Schiebedachmechanik elektronisch bedient. Ein undichtes Schiebedach kann verschiedene Ursachen haben. Mögliche Gründe sind verstopfte Ablauflöcher, ein geknickter Ablaufschlauch oder eine poröse Dichtung. Kümmern Sie sich umgehend um eine Reparatur, andernfalls dringt Feuchtigkeit ins Fahrzeuginnere ein und führt zu unangenehmen Folgeschäden. Probleme mit der Elektronik, beschlagene Scheiben und Roststellen können auftreten. Die regelmäßige Prüfung und ggf. Abdichtung des Schiebedachs am Auto hält Feuchtigkeit aus dem Innenraum fern.

Die Scheibenwischer für die Windschutzscheibe und Heckscheibe spielen für die optimale Sicht und Sicherheit im Straßenverkehr eine bedeutende Rolle. Abgenutzte Scheibenwischer hinterlassen Schlieren, quietschen und stellen ein Sicherheitsrisiko dar. Der Austausch der Scheibenwischer an Windschutzscheibe und Heckscheibe sorgt für optimale Sicht und trägt zur Fahrzeugsicherheit bei. Den Austausch nehmen Sie leicht selbst vor:

  • Erstes heben Sie den Arm in die horizontale Stellung und ziehen den alten Wischer ab. Bei gängigen Modellen müssen Sie dazu den Kunststoffadapter zusammendrücken.
  • Die neuen Wischerblätter stecken Sie anschließend einfach auf.

Wenn Ihre Windschutzscheibe undicht ist, können Wartung und Instandsetzung auf verschiedene Arten erfolgen. Die Reparatur ist abhängig von der Ursache für die undichte Windschutzscheibe. Daher ermittelt die Fachwerkstatt zunächst den Fehler, um anschließend die notwendige Reparatur vorzunehmen.

Sind die Scheiben Ihres Autos im Winter zugefroren, kann die Enteisung der Windschutzscheibe am Morgen mühsam sein. Das gilt insbesondere, wenn die Eisschicht durch überfrorenen Regen dick und hart ist. In besonders schlimmen Fällen hilft der Eiskratzer allein nicht, um die Scheiben vom Eis zu befreien. Lesen Sie in den folgenden Tipps, wie Sie effektiv und schonend Ihre Autoscheiben auftauen.

 

Die traditionelle Methode: Enteisung mit dem Eiskratzer

Eine zwar mühsame, aber effektive Methode, um Autoscheiben von Eis zu befreien, ist die Verwendung des Eiskratzers. Wenn Sie den Eiskratzer sehr rabiat anwenden, besteht jedoch die Gefahr, dass Sie die Autoscheiben verkratzen. Wählen Sie daher ein Modell aus hochwertigem Kunststoff mit einer glatten Kante und kratzen Sie in einem flachen Winkel nur mit leichtem Druck in eine Richtung vom Rand zur Mitte. Halten Sie genügend Abstand zu den Dichtungsgummis. Schnee sollten Sie zunächst mit einem weichen Handfeger von der Scheibe abfegen.

 

Wirksam und effektiv: Enteisersprays

Schnell und mühelos tauen Sie Ihre Autoscheiben mit einem Enteiserspray auf. Ideal sind Pumpsprays mit einem hohen Glykol-Alkoholanteil, denn diese Enteiser greifen weder die Dichtungen noch die Scheibenwischerblätter oder den Lack an. Über die Qualität der Enteisersprays verschiedener Hersteller informieren Tests der Automobilclubs. Bei einer dicken und harten Eisschicht ist jedoch die Wirkung der Sprays begrenzt.

 

Einfache Tricks, um Autoscheiben auftauen zu lassen

Viele Hausmittel und Tricks können Sie dabei unterstützen, Ihre Scheiben zu enteisen, aber nicht jeder dieser Tricks ist empfehlenswert. Verwenden Sie zum Beispiel kein heißes Wasser, um Autoscheiben auftauen zu lassen, denn durch den Temperaturunterschied können die Scheiben reißen. Auch die Verwendung von lauwarmem Wasser ist nur sinnvoll bei Temperaturen über 0 Grad°, da ansonsten auch das lauwarme Wasser schnell gefriert. Eine hilfreiche Methode ist die Wärmflasche. Legen Sie eine mit heißem Wasser gefüllte Wärmflasche auf einem gefalteten Handtuch auf das Armaturenbrett vor die Windschutzscheibe. Nach etwa 20 Minuten lässt sich das Eis leicht mit dem Eiskratzer entfernen.

 

Damit die Scheibe erst gar nicht zufriert

Mit einer guten Thermoschutzfolie, die Sie am Abend über die Scheiben legen und zur Befestigung einfach in die Türen einklemmen, ersparen Sie es sich, am Morgen die Autoscheiben auftauen zu müssen. Verwenden Sie jedoch keine Abdeckungen aus Pappe oder Papier, denn diese können an der Scheibe festfrieren und Ihnen das Enteisen erschweren.